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Das ist dein Laden

Mein bester Kumpel Jan eröffnet diesen Freitag sein allererstes eigenes Restaurant. Ich will ihm ein Lied schenken, das an diesem Abend über die Lautsprecher läuft…

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Die Geschichte hinter dem Lied

Mein bester Kumpel Jan eröffnet diesen Freitag sein allererstes eigenes Restaurant. Ich will ihm ein Lied schenken, das an diesem Abend über die Lautsprecher läuft, wenn die ersten Gäste da sind. Jan hat sich über zehn Jahre in der gehobenen Gastronomie kaputtgearbeitet. Sein alter Küchenchef war ein absoluter Tyrann, der ihn systematisch fertiggemacht und klein geredet hat. Vor einem Jahr ist Jan der Kragen geplatzt: Mitten im Abendservice hat er die Schürze hingeschmissen. Alle meinten, er sei verrückt, ohne großes Kapital ein eigenes Ding aufzuziehen. Wir haben die letzten sechs Monate jedes Wochenende in einem alten, maroden Kellerlokal gestanden, Wände rausgerissen, gebrauchte Öfen geschleppt und gearbeitet, bis die Hände blutig waren. Er hat nie aufgegeben. Jetzt steht der Laden, die Tische sind für Wochen ausgebucht, und er ist endlich sein eigener Herr. Ich will ihm mit dem Lied sagen, wie unfassbar stolz wir alle auf seinen Mut sind.

Der Liedtext

Zwischenteil

Dein Chef schrie dich zusammen für ein Gramm zu wenig Salz – heute kochst du deine Träume und wir platzen fast vor Stolz.

Strophe 1

Mehr als zehn Jahre Hotelküche, Schicht um Schicht am heißen Herd, doch dein Chef hat dich behandelt, als wär deine Arbeit nichts wert. Vor einem Jahr beim Abendservice war's ein Schrei zu viel, du warfst die Schürze hin und gingst – raus aus seinem Spiel.

Strophe 2

Sie sagten: „Ohne Kapital? Das wird doch niemals geh'n!“ Du zeigtest mir den alten Keller: „Hier wird meine Küche steh'n.“ Sechs Monate an Wochenenden, überall nur Staub und Dreck, wir rissen Wände ein und schleppten alte Öfen weg.

Vor dem Refrain

Bis morgens vier noch Baustrahler, die Hände wund und schwer, du schliefst auf einem Mehlsack ein – und wolltest trotzdem mehr. Die erste Pasta auf dem Teller, ringsherum noch Schutt und Staub, ich nahm den ersten Bissen, nickte: „Jan, ich hab an dich geglaubt.“

Refrain

Mach die Türen auf, Jan, mach die Lichter an, heut sieht hier jeder Gast, was deine Küche kann. Nach all den Nächten im Keller stehst du endlich hier, das ist dein Laden, Jan – und wir steh'n hinter dir.

Zwischenteil

Die Tische sind für Wochen voll, das warme Licht geht an, du stehst am Herd und zeigst, wie gut man ohne Schreien kochen kann. Die alte Hotelküche ist so weit weg von hier, ich heb mein Glas am Tresen – dieser Abend gehört dir.

Refrain

Mach die Türen auf, Jan, mach die Lichter an, heut sieht hier jeder Gast, was deine Küche kann. Nach all den Nächten im Keller stehst du endlich hier, das ist dein Laden, Jan – und wir steh'n hinter dir.

Bridge

Du hast die Schürze hingeschmissen – nicht dein Können, nicht den Mut. Und dieser erste Abend, Jan, der steht dir richtig gut.

Letzter Refrain

Mach die Türen auf, Jan, mach die Lichter an, heut sieht hier jeder Gast, was deine Küche kann. Vor einem Jahr warst du noch raus – jetzt stehst du endlich hier, das ist dein Laden, Jan – und wir steh'n hinter dir.

Schluss

Der Herd ist heiß, die Tür geht auf, du grinst mich einmal an, ich heb mein Glas auf deinen Mut – und auf das, was noch kommen kann.

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