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Du holst mich aus dem Dreck
Ich muss meinem besten Freund Basti danken, weil er mich vor der schlimmsten Demütigung meines Lebens gerettet hat: Auf der Schlosshochzeit meiner älteren Schwester…
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Die Geschichte hinter dem Lied
Ich muss meinem besten Freund Basti danken, weil er mich vor der schlimmsten Demütigung meines Lebens gerettet hat: Auf der Schlosshochzeit meiner älteren Schwester ging kurz vor der Trauung ein heftiger Sturmwind los. Der drei Meter lange Schleier riss von ihren Haaren ab und flog Richtung Wasser. Ich wollte den heroischen Bruder spielen, hechte im 800-Euro-Maßanzug hinterher, trete Basti auf den Fuß und segle im perfekten Bauchplatscher voll in den algigen Schlossgraben. Ich stand bis zu den Oberschenkeln im stinkenden Schlamm – mit dem versifften Schleier in der Faust. Anstatt mich meinem Schicksal zu überlassen, hat Basti mich auf die Herrentoilette gezerrt, den Schleier mit Handseife und dem Heißluftföhn gerettet und mir seine eigene Lederjacke geliehen, weil mein Anzug nach faulem Ei gestunken hat. Ich stand während der gesamten feierlichen Trauung in stinkenden, nassen Socken und Nietenjacke in der ersten Reihe. Meine Schwester hat zwar erst geschrien, aber heute lacht die ganze Familie drüber.
Der Liedtext
Zwischenteil
Ich sprang im teuren Maßanzug kopfüber in den Schlamm – weil ich der Braut vor ihren Augen ihren Schleier nahm.
Strophe 1
Zehn Minuten vor der Trauung, Sektglas in der Hand, der Wind riss meiner Schwester Schleier bis zum Grabenrand. Drei Meter Spitze sah ich über die Böschung wehen, ich rannte los im Maßanzug, statt einfach stillzustehen.
Strophe 2
Ich trat dir auf den Fuß – und dann ging alles schief, ein Bauchplatscher im Schlossgraben – der war nicht mal tief. Achthundert-Euro-Anzug, voller Algen, voller Dreck, doch ihren Schleier hielt ich fest – der war wenigstens nicht weg.
Zwischenteil
Du zerrtest mich aufs Herrenklo, die Trauung rückte ran, du seiftest schnell den Schleier ein und warfst den Trockner an. Mein Jackett roch nach faulen Eiern, dir fiel nur eines ein: „Hier, nimm die Lederjacke!“ – so konnt ich wieder rein.
Refrain
Basti, du holst mich aus dem Dreck, wenn ich tief im Schlossgraben steck'. Du bringst den Schleier rechtzeitig zurück, ich steh in deiner Lederjacke – was für ein Glück.
Zwischenteil
Der Schleier war noch feucht, doch pünktlich am Altar, ich stand in deiner Nietenjacke, weil sonst nichts trocken war. Die Socken klatschnass, erste Reihe, der Gestank noch immer da, du bissest dir aufs Lachen – und die beiden sagten Ja.
Refrain
Basti, du holst mich aus dem Dreck, wenn ich tief im Schlossgraben steck'. Du bringst den Schleier rechtzeitig zurück, ich steh in deiner Lederjacke – was für ein Glück.
Bridge
Meine Schwester schrie erst auf, heut lacht sie über mich, du packtest damals einfach an – und genau das schätze ich. Wir sitzen heut am See und stoßen auf die Panne an, ich sag: „Danke, Basti – weil ich auf dich zählen kann.“
Letzter Refrain
Basti, du holst mich aus dem Dreck, wenn ich tief im Schlossgraben steck'. Du bringst den Schleier rechtzeitig zurück, ich steh in deiner Lederjacke – was für ein Glück.
Schluss
Beim nächsten Sturm bleib ich am sicheren Rand, und Basti kriegt das erste Bier direkt aus meiner Hand.