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Bier statt Babysachen
Mein bester Kumpel Moritz ist vor kurzem zum ersten Mal Vater geworden. Ich habe ihm vor der Geburt versprochen, ihn bei allem zu unterstützen – und habe am Tag der…
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Die Geschichte hinter dem Lied
Mein bester Kumpel Moritz ist vor kurzem zum ersten Mal Vater geworden. Ich habe ihm vor der Geburt versprochen, ihn bei allem zu unterstützen – und habe am Tag der Geburt für das größte Chaos gesorgt. Als die Wehen losgingen, rief er mich panisch an, ich solle schnell zur Wohnung rasen und den blauen Rucksack mit den Krankenhaussachen für das Baby holen. Ich war so nervös, dass ich im Flurschrank nach dem falschen blauen Rucksack gegriffen habe: meiner Packtasche vom letzten Festival. Im Krankenhaus kam ich mit dem Ding und einem Kasten Bier an – die Hebamme hat mich fast hochkant rausgeworfen. Als Moritz den Rucksack aufmachte, um den ersten Strampler für seinen Sohn herauszuholen, kamen nur Dosenbier, ein Schnaps und Knicklichter zum Vorschein. Wir mussten das Neugeborene erstmal in Klinik-Handtücher wickeln, bis jemand echte Kleidung brachte. Moritz wollte mich erwürgen, aber am Ende haben wir vor der Klinik im Morgengrauen ein Dosenbier geteilt und geweint vor Glück. Er hat mich trotzdem zum Patenonkel gemacht.
Der Liedtext
Zwischenteil
Ich stand im Kreißsaal mit 'nem Kasten Bier und Schnaps – du lagst in Tränen, weil dein Sohn den ersten Atemzug tat.
Strophe 1
Du riefst: „Die Wehen gehen los! Hol schnell den Rucksack her!“ Ich hetzte durch den Flur, viel Zeit blieb mir nicht mehr. Zwei blaue Taschen standen da, ich griff und rannte fort – mein Festivalzeug fuhr zur Klinik. Völlig falscher Ort.
Strophe 2
Ich kam im Hawaiihemd, den Bierkasten unterm Arm, die Hebamme versperrte mir den Weg – mir wurde ziemlich warm. Du zogst den Schnaps und Knicklichter – ich stand nur stumm vor dir, kein Strampler, keine Windeln, aber reichlich Dosenbier.
Vor dem Refrain
Wir wickelten den Kleinen in Klinikhandtücher ein, bis jemand Strampler brachte – ich fühlte mich so klein.
Refrain
Ich brachte Bier statt Babysachen, du hattest wirklich nichts zu lachen. Doch als dein Sohn in deinen Armen lag, war ich so stolz auf dich an diesem Tag.
Refrain
Ich brachte Bier statt Babysachen, du hattest wirklich nichts zu lachen. Doch als dein Sohn in deinen Armen lag, war ich so stolz auf dich an diesem Tag.
Zwischenteil
Im Morgengrauen vor der Klinik teilten wir ein Bier, du hast vor Glück geweint, ich weinte still mit dir. Zum Patenonkel hast du mich trotz allem noch gemacht, ich bin so stolz auf dich, Moritz – wer hätte das gedacht?
Letzter Refrain
Ich brachte Bier statt Babysachen, du hattest wirklich nichts zu lachen. Doch als dein Sohn in deinen Armen lag, war ich so stolz auf dich an diesem Tag.
Schluss
Beim nächsten blauen Rucksack schau ich zweimal rein – und wenn ihr mich braucht, werd ich da sein.