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Der letzte Bus

Zwei Schulfreunde verpassen beim Wiedersehen den letzten Bus. Auf dem Heimweg fühlt sich alles wieder an wie früher.

Das Musikvideo

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Die Geschichte hinter dem Lied

Ich möchte meinem besten Freund Timo zu seinem 35. Geburtstag einen Song schenken. Wir kennen uns, seit wir fünfzehn sind.

Früher waren wir freitags oft bis spät im Jugendclub. Wir haben regelmäßig den letzten Bus kurz nach elf verpasst. Timo hat ihm manchmal sogar noch hinterhergewinkt, obwohl er längst weg war. Dann sind wir drei Kilometer zu Fuß nach Hause gelaufen.

An der Tankstelle haben wir uns meistens eine Tüte Chips gekauft. Für mehr hat unser Geld oft nicht gereicht. Wir haben auch die Kopfhörer geteilt, jeder einen Ohrhörer, und auf dem Heimweg stundenlang geredet. Timo hat jedes Mal gesagt, dass wir beim nächsten Mal früher losgehen. Natürlich hat das nie funktioniert.

Nach der Schule sind wir in verschiedene Städte gezogen. Heute haben wir beide Arbeit und viel um die Ohren. Wir sehen uns leider nur noch selten.

Vor Kurzem hatten wir ein Klassentreffen. Wir sind wieder viel zu lange geblieben und haben tatsächlich erneut den letzten Bus verpasst. Timo hat denselben Spruch gebracht wie früher. Als wir an der alten Tankstelle vorbeikamen, wollte er wieder Chips kaufen. Ich habe ihm gesagt, dass er diesmal bezahlen muss.

Wir haben auf dem Heimweg geredet und gelacht, als hätten wir uns erst gestern gesehen.

Ich möchte Timo sagen, dass er trotz der Entfernung und der seltenen Treffen mein bester Freund geblieben ist. Es soll aber keine kitschige Freundschaftshymne werden.

Ich wünsche mir modernen Deutschrap mit einem guten Beat, sauberem Flow, passenden Reimen und einer eingängigen Hook. Eine männliche Stimme, locker und mit etwas Humor, aber auch ehrlich.

Der Liedtext

Strophe 1

Wir war'n fünfzehn, Freitag, Jugendclub, schon wieder spät, wir reden noch vorm Eingang, bis der letzte Bus wegfährt. Du winkst ihm hinterher. Ich sag: „Der kommt nicht mehr zurück.“ Du grinst: „Probieren kann man's doch.“ Ich sag: „Na gut, viel Glück.“ An der Tanke teilen wir 'ne Tüte Chips, du gibst mir einen Ohrhörer: „Hier, hör diesen Song mal mit.“ Wir laufen drei Kilometer, quatschen bis vor dein Haus, du sagst: „Nächstes Mal geh'n wir früher.“ – Es wird nie was draus.

Refrain

Der letzte Bus ist weg, du winkst ihm wieder nach, und ich muss lachen wie mit fünfzehn in der Nacht. Wir seh'n uns viel zu selten, doch wenn wir uns wiederseh'n, sind drei Kilometer viel zu kurz, um schon nach Haus zu geh'n.

Strophe 2

Nach der Schule weggezogen, jeder in 'ne andre Stadt, mit Arbeit und Terminen viel zu selten Zeit gehabt. Beim Klassentreffen merken wir: Es ist schon wieder spät, du siehst auf deinen Fahrplan, rufst: „Los, bevor er fährt!“ Der Bus biegt ab, ich seh von ihm nur noch das Rücklicht, du winkst. Ich sag: „Der Fahrer sieht dich wieder nicht.“ Du fragst: „Wie damals an der Tanke, Chips für zwei?“ Ich sag: „Nur wenn du bezahlst.“ Du grinst: „Na klar, bin dabei.“

Refrain

Der letzte Bus ist weg, du winkst ihm wieder nach, und ich muss lachen wie mit fünfzehn in der Nacht. Wir seh'n uns viel zu selten, doch wenn wir uns wiederseh'n, sind drei Kilometer viel zu kurz, um schon nach Haus zu geh'n.

Bridge

Timo, fünfunddreißig – ich sag dir heute direkt: Nicht die Jugend fehlt mir, sondern wie man die Zeit vergisst. Du bist mein bester Freund geblieben, das wollt ich dir noch sagen. Und lass uns solche Abende nicht wieder lang vertagen.

Letzter Refrain

Der letzte Bus ist weg, du winkst ihm wieder nach, und ich muss lachen wie mit fünfzehn in der Nacht. Wir seh'n uns viel zu selten, doch wenn wir uns wiederseh'n, sind drei Kilometer viel zu kurz, um schon nach Haus zu geh'n.

Schluss

„Nächstes Mal geh'n wir früher.“ „Timo, das glaubst du doch selbst nicht.“

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